In einer Gesellschaft mit steigender Lebenserwartung gewinnt Yoga in der Prävention von Typ-2-Diabetes und für Menschen mit Diabetes zunehmend an Bedeutung.
Das Risiko einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln wird neben der genetischen Disposition durch unseren modernen Lebensstil mit überwiegend sitzender Tätigkeit, chronischem Stress, Bewegungsmangel, ungesunden Ernährungsgewohnheiten und Rauchen begünstigt. Dabei entwickelt sich die Erkrankung meist schleichend und bleibt lange Zeit unbemerkt. Mögliche Begleit- und Folgeerkrankungen sind u. a. Bluthochdruck, Atemdysfunktionen, Gelenkprobleme oder psychische Belastungen.
Yoga in den Alltag zu integrieren, kann vielfältige positive Auswirungen haben und bspw.
Dass Yoga die Lebensqualität bei Diabetes verbessern und zu einer Reduktion der Medikamentendosis führen kann, belegt auch eine Studie aus dem Jahr 2022. Mehr dazu in meinem Blogbeitrag "Yogatherapie auch ein effektiver Blutzuckersenker".
Apropos Blog: Auf meinem Yogatherapie-Blog gibt es zudem das YogaTherapie Diabetes-Portal mit den Säulen medzinisches Wissen, Wirkung von Yoga und Wege für die Umsetzung der Yogapraxis.
Die Ziele sind individuell unterschiedlich und können sich je nach Alter, Therapieform, Begleiterkrankungen, Lebenssituation und persönlichen Wünschen unterscheiden und verändern. Sie sollten auch beim Yoga im Fokus stehen. Ähnlich wie in den modernen Leitlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft und der American Diabetes Association, die zwischen verschiedenen Zielarten unterscheiden, unterstützt die Yogatherapie diese Zielkategorien der Diabetesbehandlung.
Yoga kann im Rahmen eines gesunden Lebensstils zur Vorbeugung von Diabetes sowie zur positiven Beeinflussung des Krankheitsverlaufs beitragen. Es kann die Lebensqualität, Gelassenheit und das Selbstvertrauen im Umgang mit der Erkrankung stärken. Eine regelmäßige Praxis, idealerweise mehrmals pro Woche, hilft dabei, den eigenen Körper besser wahrzunehmen und gesunde Routinen zu entwickeln. Oft ist eine kürzere, individuell angepasste Yogapraxis besonders wirksam, da sie sich gut in den Alltag integrieren lässt.
Viele Menschen berichten von besserem Schlaf, weniger Stress, mehr innerer Ruhe und mehr Energie im Alltag. Dadurch kann auch der Umgang mit Sorgen vor Blutzuckerschwankungen oder
Unterzuckerungen erleichtert werden.
Yoga kann die Beweglichkeit, die Muskelkraft und das Gleichgewicht verbessern. Dadurch werden körperliche Funktionen im Alltag unterstützt. Beispielsweise wird das Sturzrisiko verringert und die allgemeine Beweglichkeit gefördert. Zudem kann Yoga auch dabei helfen, Rücken- und Gelenkbeschwerden vorzubeugen oder zu lindern.
Regelmäßige Bewegung, zu der auch Yoga gehört, kann darüber hinaus das Gewichtsmanagement im Rahmen eines gesunden Lebensstils unterstützen und die körperliche Aktivität im Alltag steigern.
Yoga kann eine Insulintherapie oder andere medizinische Behandlungen nicht ersetzen. Als ergänzende Maßnahme kann es jedoch dazu beitragen, die Stoffwechsellage zu stabilisieren und das
allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Studien zeigen, dass eine regelmäßige Yogapraxis positive Effekte auf die Blutzuckerwerte, den Blutdruck und den Fettstoffwechsel haben kann. Insbesondere bei
Typ-2-Diabetes kann sich auch die Insulinempfindlichkeit verbessern.
In Einzelfällen kann sich dadurch unter ärztlicher Begleitung auch eine Anpassung der Medikation ergeben. Yoga ersetzt keine medizinische Therapie, sondern unterstützt diese sinnvoll im Alltag.
Wenn Du an einer individuell auf Dich abgestimmten yogatherapeutischen Praxis interessiert bist, findest Du weitere Informationen unter Einzelstunden Yogatherapie.
Nachstehend findest du aktuelle kürzere YogaTherapie-Workshops in denen ich auch auf den Diabetes Typ 2 eingehe. Weiter unten findest du verschiedene Artikel, die ich mitverfasst habe und die in diversen medizinischen Fachzeitsschriften erschienen sind.
Du möchtest mehr über die Erkrankung Diabetes erfahren und sie besser verstehen? Dann lade ich dich herzlich ein, mein speziell dafür entwickeltes Portal zu entdecken. Die Inhalte sind in die drei Säulen Wissen. Wirkung. Wege. gegliedert und eröffnen dir unterschiedliche Zugänge.
Das Wissen über die Erkrankung ist frei zugänglich, damit jeder die Möglichkeit hat, Zusammenhänge zu verstehen und Orientierung zu finden. Die Bereiche „Wirkung” und „Wege”, in denen es um die praktische Umsetzung geht, stehen derzeit meinen Patient:innen sowie den Teilnehmer:innen meiner Diabetes-Seminare offen.
Zielgruppe: Dieser Workshop richtet sich auch an Therapeut:innen aus verschiedenen Fachbereichen und Diabetesberater:innen.
Unser Stoffwechsel reguliert das Zusammenspiel der zentralen Körpersysteme. Es folgt einem sensiblen inneren Takt. Wird dieses gestört, können vielfältige Beschwerden entstehen – oft schleichend ud unspezifisch wie etwa Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, stille Entzündungen, Verdauungsstörungen oder Stimmungsschwankungen. Auch chronische Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes oder Autoimmunreaktionen können eine Folge sein.
Wir betrachten insbesondere den Zuckerstoffwechsel und die Insulinresistenz als zentrale Mechanismen und ihre Wechselwirkungen mit Gehirngesundheit, Immunsystem und stillen Entzündungen. Ebenso beleuchten wir den Einfluss von Stress, Schlaf, Chronotyp und Lebensstil auf den Stoffwechsel.
Du gewinnst ein grundlegendes Verständnis für den Stoffwechsel, seine zentralen Mechanismen und Wechselwirkungen. In Theorie und Praxis erfährst Du, wie Du diese mit Yoga gezielt(er) unterstützen kannst. Ernährungstipps und alltagstaugliche Strategien, im Skript und im E-Learning, ergänzen das Wissen.
Online: Wiederholung in Planung
Zielgruppe: Dieser Workshop richtet sich an Yogalehrende, Therapeut:innen aus verschiedenen Fachbereichen und auch an Diabetesberater:innen.
Wusstest du, dass unser Gehirn nicht nur wandlungsfähig, sondern auch insulinempfindlich ist? Genau diese Eigenschaften beeinflussen zahlreiche kognitive und metabolische Prozesse und eröffnen Perspektiven für die Prävention und Behandlung von Diabetes und vielen weiteren Erkrankungen.
Führende WissenschaftlerInnen plädieren dafür, die Gesundheit des Gehirns stärker in den Fokus zu rücken, denn dies könnte das Leben von Millionen Menschen nachhaltig verbessern.
Wie Yoga die Gehirnprozesse und -areale beeinflusst und wie wir diese Erkenntnisse in den Yogaunterricht integrieren können, wird in diesem Workshop vertieft. Lasse uns gemeinsam entdecken, welche Auswirkungen Yoga auf das Gehirn, auf die kognitiven Prozesse und auf den Stoffwechsel haben kann - und damit auch auf unsere Gesundheit!
Online: Wiederholung in Planung
Neben der Gehirngesundheit ist auch der Glukosestoffwechsel und die Insulinsensitivität entscheidend für unser Wohlbefinden.
Ist unser Glukosestoffwechsel häufig stabil, stärkt das unser Nerven-, Immun-, Herz-Kreislauf- und Verdauungs-System. Müdigkeit, Heißhungerattacken, emotionales Essen und Stimmungstiefs können abnehmen. Übergewicht, Alterungsprozesse und (Prä-)Diabetes können auch positiv beeinflusst werden.
Doch wie genau kann Yoga hier unterstützen? Wir werfen einen umfassenden Blick auf die Rolle des Glukosestoffwechsels und wie achtsames Yoga dazu beitragen kann, den Blutzucker zu stabilisieren. Stressreduktion ist ein wichtiger Ansatz, aber es gibt weitaus mehr Einflussmöglichkeiten, die wir betrachten.
Bei der Suche nach Yoga bei Diabetes begegnen uns oft scheinbar spezielle Programme und perfekte Posen. Doch die Wahrheit ist viel einfacher und befreiender: Eine diabetespezifische, genormte Yogapraxis gibt es nicht.
Wirksames Yoga passt sich dir und deinem Alltag an, nicht umgekehrt. Es berücksichtigt also auch mögliche Folge- und Begleiterkrankungen.
In diesem Blog-Artikel erfährst du, warum das so wichtig ist, wie Achtsamkeit zur echten Kraftquelle wird und mit welchen Prinzipien du deine Praxis ganz nach deinen Bedürfnissen und
Möglichkeiten sicher, wohltuend und alltagstauglich gestalten kannst.
Lebensstilveränderungen, die nachhaltig zur Stressreduktion beitragen, können die Krankheitsfolgen bei Menschen mit Diabetes im Rahmen halten. Tipps dazu gibt es genügend, es ist jedoch zunächst eine Herausforderung, ungesunde Gewohnheiten zu erkennen und durch gesündere zu schwächen und in den Alltag nachhaltig zu integrieren. In diesem Artikel zeigen wir Wege auf, wie dies mit Hilfe der wichtigen Schlüsselkompetenzen des Yoga, die Achtsamkeit und das Erspüren des Körpers, gelingen kann.
Viele Erkrankungen, so auch der Diabetes Typ 2, lassen sich mit der Mind-Body-Medizin (MBM) besser abbilden, da sie die Verbindungen zwischen Gedanken, Gefühlen, Körperfunktionen und Verhalten einbezieht. Zu den Methoden der MBM zählt auch Yoga.
In diesem Artikel wird der Fokus exemplarisch auf die Einflussmöglichkeiten bei Muskeldefiziten, Gelenkproblemen und Stress gelegt.
Als komplementäre personalisierte Therapie kann Yoga auch bei der Behandlung von Diabetes II eine wichtige Rolle spielen. Gezielt werden für diese Patientengruppe Körperübungen mit Atem- und Entspannungstechniken kombiniert, umso auf körperlicher und mentaler Ebene Prozesse in Gang zu setzen. Sie berücksichtigt die Fähigkeiten und Bedürfnisse des Einzelnen und basiert auf grundlegenden Prinzipien. Dieser Artikel soll als eine Einführung in die Thematik verstanden werden.
Thieme E-Journals - Erfahrungsheilkunde / Abstract (thieme-connect.de)
Yogatherapie Blog - April 2023
Body-Mind-Praktiken wirken als Blutzuckersenker: Diese Aussage wurde in einer aktuellen Studie veröffentlicht. Und das ist eine tolle, mutmachende Nachricht, denn selbst die Forscher waren vom Ergebnis überrascht. Yoga erzielte die höchste Senkung.
Diesen Artikel findest Du auf meiner Blog-Seite.
Deutsches Yoga Forum, Ausgabe 4, 2022
In diesem Artikel betrachten wir die Krankheit aus der schulmedizinischen und ayurvedischen Sichtweise. Darauf aufbauend zeigen wir auch anhand von Beispielpraxen, wie wir Menschen mit Diabetes Typ 2, denen wir im Yoga-Unterricht begegnen, zielgerichteter unterstützen können.